Die Kampfkünste

 

Ju Jutsu/Jiu Jitsu

 

Ju-Jutsu ist eine moderne Selbstverteidigungsdisziplin. Die Ursprünge in Europa lassen sich auf das Jiu Jitsu zurückführen, das um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert, überwiegend durch japanische Matrosen, bekannt wurde. Jiu Jitsu stellt eine über Jahrhunderte gewachsene und entwickelte waffenlose Selbstverteidigung dar. Die im Jiu Jitsu enthaltenen Elemente fanden unter anderem im Judo, Karate und Aikido eine Weiterentwicklung und Spezialisierung. Aufgrund der Spezialisierung stellt jede der Disziplinen im Sinne einer umfassenden Selbstverteidigung nur einen Teil des Ganzen dar. Der Vorteil des Ju Jutsu und des Jiu Jitsu liegt in der Zusammenfassung von Schlag-, Tritt, Hebel-, Würge- und Wurftechniken zu einem System. Im Laufe der Zeit wurde das nach Europa gebrachte Wissen mit Ringergriffen und Boxtechniken vermengt, so dass vom ursprünglichen Prinzip des „Nachgebens“ und „Ausweichens“ nur noch wenig zu erkennen war.

 

 

Aus diesem Grund, aber auch weil die Angriffe raffinierter, vielseitiger und gefährlicher geworden sind, wurde Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts das Ju Jutsu entwickelt. Ziel des Systems ist die leichte Erlernbarkeit und der optimale Gebrauch für die Selbstverteidigung. Im Ju-Jutsu sind die Erkenntnisse dem Judo, Aikido und Karate, aber auch neuen Buso-Disziplinen unter dem Grundsatz "aus der Praxis für die Praxis" zu einer modernen und sehr effizienten Selbstverteidigung zusammengeschlossen. Aufgrund seiner Effektivität wurde das Ju Jutsu bei der Polizei aller Bundesländer und dem Bundesgrenzschutz als dienstliches Pflichtfach eingeführt.

 

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